Die drei Prinzipien

 

Das von Lord British eingeführte Ethiksystem der Acht Tugenden ist mehr als die willkürliche Zusammenstellung acht positiver menschlicher Eigenschaften. Die Tugenden lassen sich vielmehr von den Drei Prinzipien ableiten, welche der Natur nach die Grundsätze menschlichen Daseins darstellen. Ebenso wie es acht Tugendräte gibt, je einen in jeder der acht Gründerstädte Britannias, so gibt es drei Orden, die sich jeweils der Bewahrung, Erforschung und Ausfüllung der Prinzipien widmen. Der Knights Order of the Silver Serpent ist ein solcher Orden, der Orden des Mutes um genau zu sein.

 

Herauszufinden, was genau Prinzipien und Tugenden zusammenhält und vor allem: auf was alles zusammengenommen hinausläuft, das wäre eine Aufgabe wie sie nach dem in alten Schriften beschriebenen “Weg des Avatar” nur von einem Menschen von höchster Tugendhaftigkeit und innerer Festigkeit gelöst werden könnte. Aber, wie wir ja wissen, ist dies noch niemandem gelungen. Manche sagen, der Fremde aus einer anderen Welt, der Mondain vor über 300 Jahren besiegte, sei der von dem die Schriften sprächen. Doch ob dies der Wahrheit entspricht wird sich wohl erst bei der Rückkehr des Fremden herausstellen, sollte er noch leben und sollte er überhaupt jemals zurückkommen.

 

Die Natur der Prinzipien und der Tugenden

 

Im Gegensatz zu den recht konkreten Tugenden stellen die Drei Prinzipien so etwas wie “fundamentale Wahrheiten” dar. Die Tugenden sind die Manifestationen der Prinzipien. Die Prinzipien sind also etwas abgehobenes, schwer greifbares; die Tugenden liegen direkt menschlichen Handlungen und Verhaltensweisen zugrunde, die man konkret beobachten kann. Wenn die Tugenden das Regelwerk für ein gesittetes menschliches Zusammenleben sind, dann sind die Prinzipien die Elemente, aus denen dieses Regelwerk zusammengesetzt ist.

 

Die Drei Prinzipien im Einzelnen

 

Die Drei Prinzipien sind Liebe, Wahrheit und Mut.

 

Liebe ist die Kraft, die uns selbst mit allen anderen Wesen verbindet, in positiver Weise. Sie steht im Gegensatz zum Hass, eine Kraft die genauso stark sein kann, die auch für begrenzte Zeit verbindend wirken kann, im Endeffekt aber zur Trennung und totalen Ablehnung führt. Das der Liebe entsprechende Wort der Macht ist “Amo”. Das Symbol ist die heiss lodernde Kerze/Flamme der Liebe. Es wird bewahrt in Empath Abbey, bewacht vom Orden der Liebe, auch genannt die Brotherhood of the Rose. Die Farbe der Liebe ist ein helles Gelb.

 

 

Wahrheit ist die objektive Tatsache, das, was nicht falsch ist. Das ihr zugeordnete Wort der Macht ist “Ver”. Das Symbol ist das Buch der Wahrheit, welches im Lycaeum bewahrt wird. Dort wird es gehütet vom Orden der Wahrheit, dem Lycaeum Order of Truth. Die Farbe der Wahrheit ist ein helles Blau.

 

 

Mut ist Überzeugung, Wille und Entschlusskraft, eine Kraft die uns innerlich antreibt. Im Gegensatz dazu steht die Angst, die Feigheit, Zögerlichkeit. Das zugehörige Wort der Macht ist “Cor”. Das Symbol ist die laut und hell klingende Glocke des Mutes. Sie wird von unserem Orden des Mutes, dem Knights Order of the Silver Serpent, in der Festung Serpent's Hold bewahrt. Die Farbe des Mutes ist ein helles Rot.

 

 

 

Zusammenhang zwischen Prinzipien und Tugenden

 

Es gibt drei Tugenden, die sich direkt aus jeweils einem Prinzipium ableiten:

 

Liebe erzeugt eine Verbundenheit zwischen uns und anderen Wesen; wenn keine zu großen gegenteiligen Gefühle wie Zögerlichkeit, Hass oder Falschheit entegegen stehen, so kann uns Liebe veranlassen mitfühlend zu handeln oder zu denken. Mitgefühl leitet sich also direkt vom Prinzip der Liebe ab.

Wahrheit lässt uns die tatsächlichen Gegebenheiten sehen; stehen keine negativen Gefühle entgegen, so bringt sie uns dazu ehrlich zu denken und zu handeln. Ehrlichkeit leitet sich daher direkt von Wahrheit ab.

Mut ist unser Wille zu denken und zu handeln; stehen keine negativen Gefühle entgegen, so bewirkt er dass wir gemäß unseren Überzeugungen und gegen alle widrigen Umstände, also tapfer handeln. Tapferkeit ist daher eine direkte Ableitung von Mut.

 

Weiterhin gibt es drei Tugenden, die aus der Kombination von je zwei Prinzipien entstehen:

 

Die Liebe zur Wahrheit lässt uns nach Gerechtigkeit suchen. Die Kombination der beiden Prinzipien bedeutet auch, dass gerecht handelt, wer einerseits nach Ehrlichkeit sucht, sich dabei je nach Umstand aber auch von Mitgefühl leiten lässt.

Mutige Handlungen die aus Liebe unternommen werden, sind Akte der Aufopferung. Opferbereit ist daher, wer aus Gefühlen der Verbundenheit heraus Tapferkeit beweist.

Der eigene Mut zur Wahrheit resultiert in Ehre. Ehrenvoll handelt und verhält sich also, wer aus Überzeugung ehrlich ist (man beachte den sprachlichen Zusammenhang Ehre <-> Ehrlichkeit).

 

Schließlich existiert eine Tugend, die sich aus allen drei Prinzipien herleitet, und eine, die unabhängig von den Prinzipien existiert:

 

Verbinden sich Liebe, Wahrheit und Mut, so resultiert daraus Geistigkeit. Wer danach trachtet sein inneres Selbst tiefer mit den drei Prinzipien zu verbinden, der handelt spirituell.

Bescheidenheit existiert unahängig von diesem System, als Ausgleich des Stolzes, der sich einstellt wenn Tugenden völlig fehlen.

 

Dies ist der Zusammenhang zwischen Prinzipien und Tugenden.


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