Die Rasse der Gargoyles

 

 

Name: Gargoyle (plural: Gargoyles)

Veranlagung: Gelehrt und fleißig

Wohnort: Terfin, hoch in den Bergen von Alucinor

Organisation: Kleine Siedlungen

 

Physische Beschreibung:

 

Gargoyles sind schlank und über ein Fuß größer als Menschen, mit durchdringenden Augen und einer weiten Palette an Gesichtsfärbungen, die von tiefen lila zu blau bis hin zu rot-tönen reicht. An ihren Händen und Füßen befinden sich scharfe, krallenähnliche Klauen, und ausgewachsene Gargoyles haben zudem große Flerdermausähnliche Flügel. Sie können nicht fliegen, aber sie benutzen ihre Flügel und den Schwanz um einen scharfen Sinn für das Gleichgewicht sicherzustellen während sie kämpfen. Gargoyles haben keine Körperbehaarung, aber verzieren ihre Gesichter oftmals mit farbigen Runen, ihre Hörner sind meist einzigartig, und erscheinen in verschiedenen Variationen von Formen und Größen.

 

Geschichte

 

Das Buch der Prophezeiung

 

Eine alte Prophezeiung erzählt von den letzten Tagen, wenn das Ende unserer Welt kommt. Drei Zeichen werden dem Ende vorrausgehen. Dreimal wird ein großes bösartiges Wesen in unser Land kommen, und wir werden wissen, daß das Ende naht. Dieses eine Böse ist von einer anderen Rasse, welche das eine Böse für einen großen Propheten hält. Dieser falsche prophet folgt jedoch nicht den Prinzipien von Kontrolle, Leidenschaft und Eifer.

 

Eines Tages wird der falsche Prophet kommen und unseren heiligsten Schrein schänden. Und der falsche Prophet wird unser heiligstes Artefakt stehlen, den Codex of Ultimate Wisdom (Kodex der elementaren Weisheit). Dies wird das erste Zeichen vom Ende sein. Dann - so ist es geschrieben - wird der falsche Prophet tief ins Erdinnere hinabsteigen. Und der falsche Prophet wird den Zusammenbruch der Unterwelt herbeiführen. Dies wird gewaltige Erdbeben hervorrufen, die unsere Welt auseinanderbrechen läßt, und es wird eine Zeit der Pest und der Hungersnot folgen. Dies wird das zweite Zeichen vom Ende sein.

 

Ein letztes mal wird der Prophet kommen. Dieses mal kommt der falsche Prophet mit einer Bande von Kriegern. Und sie werden alle Überreste der Gargoyls zerstören. Es gibt nur einen Weg, diese Prophezeiung zu verhindern: Durch die Opferung des falschen Propheten.

 

Nach der Feier und dem Gesang über den Aufstieg des Avatar und seinem triumphvollen Sieg über den Guardian in Terfin begann sich alles wieder zu beruhigen. Der Gargoyle-Gelehrte Vasagralem hatte nun sehr viel Zeit darüber nachzudenken, auf welche weise die alte Prophezeiung erfüllt wurde. Die Gargoyles sind vergangen, zerstört - mit Ausnahme der wenigen glücklichen, die sich außerhalb der Mauern der versunkenen Stadt Ambrosia befanden, während dieses in sich zusammenfiel, während die übrigen innerhalb der Stadt gefangen waren und somit getötet wurden.

 

 

 

Wie konnte diese mächtige Rasse diesem Schicksalsschlag zum Opfer fallen? Er hat sich immer den Frieden gewünscht, genau wie sein verehrter Vorgänger Draxinusom vor ihm. Sie lasen und befolgten jedes der religiösen Bücher, inklusive dem Buch der Prophezeiung in dem jedes Ereignis vorrausgesagt wurde, und auch von der Rolle des Avatars darin as falscher prophet. Aber egal wie sehr sie sich auch bemühten, die Hände des Schicksals zu lenken, sie versagten dabei die Prophezeiung zu verhindern; das Ereignis geschah doch. Jeder den Vasagralem kannte war tot. Da saß er nun, starrte auf dieses eine Ding, was seinem Herzen Hoffnung gab: Ein einzelnes Ei, was das beinhaltet, was hoffentlich eines Tages vielleicht die neue Gargoyle-Königin sein wird.

 

Lang lebe die Königin

 

Über Generationen hinwegs waren die Gargoyls eine Rasse, für die weiblichkeit und Sex kein Begriff waren, und die meisten dachten, sie seien geschlechtslos. Aus den Familienbüchern heraus war bekannt, daß die Gargoyles aus Eiern schlüpften. Was aber unter den Gargoyles nicht bekannt war - und sicherlich auch nicht unter außenstehenden: Es existieren wahrhaft weibliche Gargoyles. Eine einzelne Königin, welche gut bewacht in einem geheimen Unterschlupf tief unter der Insel von Ambrosia lebt, und das für mehr Generationen, als jeder lebende Gargoyle - die Königin schütze sich selbst - sich erinnern kann. Gerade nachdem sich die Gargoyles von den Menschen zurückzogen, und über dem Ozeanboden alles neu aufbauten, verblieb die Königin im geheimen fernab von den meisten ihrer eigenen Rasse, produzierte Eier aus denen Geflügelte und Ungeflügelte Gargoyles schlüpfen würden. Alle Gargoyles sind dazu in der Lage Eier zu abzulegen, aber nur Gargoyles die aus einem von einer Königin gelegtem Ei entspringen, werden später selbst dazu in der Lage sein Eier abzulegen, aus denen auch ein Nachkomme entschlüpfen kann. Das bedeutet ganz einfach, daß zwangsläufig alle Gargoyles direkt von der Queen abstammen müssen, andernfalls werden sie vermutlich aussterben. Dies war auch die Überlegung der gelehrten Gargoyles, daß dieses wohl die Achillesferse sein wird, seitdem klar war daß die Menschen gerne die Gelegenheit wahrnehmen würden, das Ende der Rasse der Gargoyles sicherzustellen. Deswegen wurde Königin Zhah, welche für sieben volle Generationen Königin war, im absolut geheimen behütet.

Lange bevor die dunkle Seite des Guardians damit begann einen tiefen Riß durch Britannia zu ziehen, und Ambrosia mit einem verkrüppelten Sinn für falschen Stolz zu verderben, unternahm die unbarmherzige Zhah ihre eigenen Schritte, um sich ihren Platz als Sohlen-Königin zu sichern. In jeder Generation produzierte Zhah hunderte von Eiern, doch nur drei oder vier einer jeden Generation waren Weibchen, und weibliche Eier können eben nunmal nur von einem Weibchen kommen. Indem sie diese wenigen weiblichen Eier zerstörte, glaubte Zhah damit ihren rechtmäßigen Platz als alleinige Königin in der Gesellschaft der Gargoyles sichern zu können. In Wahrheit festigte sie die instabile Situation der Gargoyles - ein Fakt der alles deutlich macht, als sie selbst während der Zerstörung Ambrosias getötet wurde.

 

Die Vorherrschaft der Geflügelten: Eine Lehrstunde in Sachen Gargoyle Genetik

 

Ein weiteres heiliges Manuskript, das Buch der Verwaltung (Book of Administration) stellt klar, daß über zahllose Generationen hinweg Geflügelte und Ungeflügelte Gargoyles gleichermaßen für ihre Kultur wichtig waren. Als dominantere der beiden Arten ist bekannt, daß die Geflügelten gegenüber den Ungeflügelten agiler und intelligenter zu sein schienen, aber als nicht selbstverständlich gilt die Tatsache, daß die Gene der Geflügelten über die der Ungeflügelten Version dominieren, was bedeutet, daß ohne einen konstanten Zufluß von Blut der Ungeflügelten, die Rasse der Gargoyles zu einer vollständig Geflügelten heranwachsen kann. Die wenigsten privilegierten Gargoyles verstanden es, daß zum Aufrechterhalten ihrer dualen Natur es erforderlich ist, daß die Königin selbst flügellos ist, denn nur damit ist sichergestellt, daß ihre Nachkommen - Geflügelte und Ungeflügelte - weiter existieren können.

 

 

 

Das Zeitalter der Geflügelten

 

In den Wochen die der Zerstörung Ambrosias folgten, widmete sich Vasagralem einzig einer Sache: Die Sicherheit des weiblichen Eis, das er beschütze. Am Ende schlüpfte etwas aus dem Ei und enthüllte etwas, was Vasagralem nie erwartet hatte es jemals zu sehen: Das neue Weibchen hatte Flügel! In Vasagralems Studien lernte er, daß es der flügellosen-Status der Königin war, der daß Überleben der Ungeflügelten Gargoyles sicherte, aber seit Zhah lange vor seiner Geburt Königin war, konnte er es nicht wissen, daß Weibchen geflügelt geboren werden können - bis jetzt. Der Unterton hiervon ist eindeutig: Die Rasse der Gargoyles kann wieder aufgebaut werden, allerdings nicht mehr ohne Flügel.

 

Vasagralem's Entscheidung und die Einführung der Airemani

 

In den ersten Tagen des jungen Gargoyle-Weibchens stand Vasagralem einer Entscheidung gegenüber. Wird er den Schritten der Geschichte folgen und sie zu einer einzelnen Königin machen, die zu ihrem eigenen Schutz vor der Gargoyle-Gesellschaft versteckt wird? Es hat nicht lange gedauert, bis er zur einzig realen Wahl kam: Wenn die Rasse überleben soll, werden mehr weibliche Gargoyles benötigt, und sie selbst sind für einen Neuaufbau ebenso notwendig. Als er zu dem jungen Kind als Mitglied des Königshauses blickte, debattierte er darüber wie sie angesprochen werden sollte. Sie soll keine Königin sein, da diese Position damals typischerweise für eine in Verschwiegenheit gehüllte weibliche Gargoyle bestimmt war. Seine letzte Entscheidung war, daß dieses Weibchen und alle anderen Weibchen die aus ihr hervorgingen, eine neue Position in der gesellschaft der Gargoyles einnehmen sollten, welche er "ai-re-mani" nannte, was übersetzt soviel heißt wie "es wird Leben sein". Als die erste der neuen Linie der Airemani nannte er das junge geflügelte Weibchen "Pri-mani" oder auch "erstes Leben".

 

Primani wuchs beinahe mit dem doppelten Tempo eines Gargoyle-männchens, und überraschte Vasagralem mit ihrer schnellen Reife. Zhah war hunderte von Jahre alt bevor Vasagralem geboren wurde, was bedeutet daß er keine Ahnung vom Lebenszyklus einer Gargoyle-Dame hat, sicher ist ihre Lebensspanne exponential länger als die der Männer. Zu seiner Erleichterung hatte es ganz den Anschein, daß sie bald ihre ersten Nachkommen haben würde, die wiederum bald ebenfalls für weitere Nachkommen sorgen können. Dennoch war er sehr besorgt, denn trotz der Abwesenheit des Guardian bestanden nach so vielen Jahren immer noch Überreste rassistischer Feindseligkeiten aus alten Verbindungen zwischen Gargoyles und Menschen, und er war sich vollstens bewußt, daß sein Versagen sie zu beschützen, ihr aller Ende bedeuten würde. Aber - und darüber war er sich im klaren - sein Erfolg würde ein neues Leben für die Gargoyles ermöglichen.

 

Die Neuauslegung vom Buch der Prophezeiung

 

Wie paßt dies in das Buch der Prophezeiung? Ist es möglich, daß es noch eine andere Katastrophe gibt? Er hat angenommen, daß die Vernichtung Ambrosias die Prophezeiung erfüllte, aber würde er erfolgreich sein, würde es den Anschein haben, dem Antlitz des Unterganges das im alten Buch beschrieben ist, zu entfliehen.

 

Die Rasse wurde nicht vollständig zerstört, was nur drei Schlüsse zuließ: (1) die Prophezeiung war falsch; (2) der Avatar war doch nicht der falsche Prophet; (3) sie haben es irgendwie geschafft, ihr eigenes Ende zu verhindern. Die erste Möglichkeit bekümmerte Vasagralem zu sehr, als das er dies ernsthaft in Erwägung zieht, da er sein ganzes Leben den heiligen Büchern hingegeben hat. Die zweite Möglichkeit schien nicht die richtige zu sein; von der Beseitigung des Kodex über Erdbeben und das Erzittern als der Avatar die Unterwelt zusammenbrechen ließ, bis zum blutigen Krieg des falschen Propheten, es waren einfach zuviele Zuordnungen die man übersehen konnte. Was eine dritte Möglichkeit übrig ließ - das sie irgendwie erfolgreich die Vernichtung der Rasse verhinderten. Aber aufgrund der Prophezeiung konnte das nur durch die Aufopferung des Avatars geschehen!

 

Diese Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz. Soweit wie er sich zurückerinnern kann, dachten die Gargoyles, daß der Weg um die Zerstörung zu verhindern darin liegt, den falschen Propheten dazu zu zwingen, daß er sich aufzuopfert, und so haben sie Jahre damit verbracht ihn tot zu sehen. Aber was bis zu diesem einen Moment niemand verstanden hat ist, daß die bereitwillige Aufopferung des falschen Propheten der Schlüssel ist. Der Avatar, in seinem finalen Akt in Britannia, opferte sein körperliches Selbst um den Guardian zu bezwingen, und es war dieser Akt von dem Vasagralem glaubt, daß es der Schlüssel zum Überleben der Rasse ist. Indem es ermöglicht wurde das einzelne weibliche Ei aus dem zusammen stürzenden Ambrosia hinfort und in die Hände von Vasagralem zu transportieren, hat der Avatar den ersten Schritt unternommen, aber wie verbindet sich das mit der Aufopferung des Avatars? Der Gargoyle war davon überzeugt, daß es eine Verbindung gab.

 

Während der Tage widmete sich Vasagralem der Aufgabe, Primani zu unterrichten und auszubilden, und war davon gefesselt, wie sehr sie sich von all' den anderen Gargoyles unterschied. Während den Nächten brütete er über seine Studien. Er hat immer und immer wieder jedes einzelne Wort untersucht, jede Redewendung der Prophezeiung geprüft, um ein Bindeglied zwischen der Aufopferung des Avatars und dem Überleben seiner Rasse zu finden - ein Bindeglied das er nicht verstand, aber in seinem Herzen wußte er, daß da etwas war.

 

Ein deformiertes Land

 

Während Vasagralem weit davon entfernt war eine Antwort zu finden, befand sich der Avatar bereits in dem Prozess das Land Alucinor zu erschaffen. Seine Überlegungen waren nicht weit von denen Vasagralem's entfernt, jedoch; er war Zeuge der Tragödie zu seiner Zeit in Britannia, aber die Zerstörung Ambrosias verfolgte ihn wie auch einige weitere Ereignisse. Die Gargoyles haben ihm nie vollständig vertraut, und er konnte es ihnen nicht verübeln. Er wußte, daß er in dieser Angelegenheit keine Wahl hatte - das es die Korruption des Guardians Seite war, was die tatsächliche Ursache für den Zusammenbruch darstellt - aber das erleichterte nicht gerade seinen Kummer. Er nahm eine gedeihende Rasse und verließ sie mit etwas mehr als einem einzelnen Ei.

 

Als seine eigene neue Welt Gestalt annahm, durch seine Gedanken beeinflußt und geformt, entwarf er eine neue Version von Ambrosia, vollständig mitsamt den Gargoyles gelang er zu erkenntnis und respekt. Aber drumherum gab es noch immer Schuldgefühle und Unruhe im Gedanken des Avatars, das bloße Gerüst Alucinors war unruhig und unbehaglich.

 

 

Der Guardian bemerkte diese Schwäche in der mentalen Barriere des Avatars und handelte schnell. Im Gedanken an seine eigenen Erinnerungen an Ambrosia bat er seine Willenskraft auf und erstellte eine Spalte, der die wunderschöne Stadt in einen dunklen und chaotischen Platz des Bösen wendete, welche mit ein wenig Ähnlichkeit zu ihrem Namensvetter erschien. Durch diese Spalte brachte der Guardian auch den Kraken hervor, eine Kreatur unglaublichen Schreckens und Grausamkeit, die sich sofort der Seelen der Gargoyles bemächtigte, die der Avatar dort zuvor etablierte. Unfähig dazu, aufgrund der eigenen Ruhelosigkeit die Spalte des Guardians zu verstehen, sah der Avatar erbärmlich dabei zu, wie der Kraken diese armen Seelen in eine Armee untoter Gargoyles verwandelte, die alles bedrohten, was die pervertierte und deformierte Landschaft des Guardian betrat.

 

Anrufen eines Gottes

 

Der Avatar wußte, daß seine Schuld gegenüber Ambrosia eine Schwäche war dazu entschlossen die Unruhe zu beseitigen, die ihn heimsuchte. Er wendete sich von den deformierten Überresten seines eigenen Ambrosias ab und konzentrierte sich statt dessen darauf einen Weg zu finden, den Gargoyles zu helfen die in Britannia verblieben. Davon überzeugt, auf Zorn und Wut zu stoßen, war der Avatar sehr erstaunt als er seine Gedanken zu denen in Britannia öffnete, und von Vasagralem das inbrünstige Flehen nach Hilfe vernahm.

 

Nachdem er Vasagralem's Ängste erkannte, wußte er sofort wie er ihren Bitten nachkommen konnte. Was Vasagralem brauchte, war eine heilige Stätte, wo er und Primani vor dem rassistischen Haß Schutz suchen konnten, damit sie in Ruhe genug junge Gargoyles großziehen konnten, die das Überleben ihrer Rasse sichern sollten. Mit der Auffassung, daß der Guardian in seiner eigenen Grausamkeit des früheren Ambrosias versunken ist, unterbreitete der Avatar schnell ein Angebot an Vasagralem und Primani, sich ihm anzuschließen um die ersten Reisenden aus Britannia zu sein, die sich in seiner neuen Welt niederlassen sollen.

 

Eine Prophezeiung erfüllt sich

 

Mit der Bestätigung das der Avatar weiter fortbesteht und der Einladung nach Alucinor zu kommen, begann der alternde Vasagralem letztlich vollends zu verstehen. Die Antwort die sich seinen Leuten entzog lag nun ganz klar in der Prophezeiung selbst vor ihm.

 

Es gibt nur einen einzigen Weg wie die Prophezeiung abgewendet werden kann: Durch die Aufopferung des falschen Propheten.

 

Die Aufopferung hat die ganze Zeit über fortgedauert. Durch das Praktizieren der Tugend der Aufopferung hat sich der falsche Prophet nicht einfach nur der Gefahr ausgesetzt um ein weibliches Ei zu retten, er hat im Grunde die neue Welt erschaffen in der die Gargoyles der Zerstörung entrinnen konnten, deswegen wurden die letzten Tage der Gargoyles verhindert. Ein kleiner Unterschied in der Interpretation resultierte beinahe in der Selbstzerstörung einer ganzen Rasse.

 

Sie hatten schreckliche Angst vor diesem falschen Propheten, der nach dem Buch der Prophezeiung nicht ihren Prinzipien der Kontrolle, Leidenschaft und Sorgfalt folgen würde. Diese Angst, die über Generationen weitergegeben wurde, nährte ein starkes Mißtrauen gegenüber den Tugenden, und jene die den Tugenden folgten, stellten sicher das ihr Bitten um Einigkeit und Ordnung niemals wirklich verwirklicht wird. Wie kann Einigkeit mit diesen im kontinuierlichen Streit liegenden Leuten des Landes erreicht werden?

 

Als man ihm eine leere Schiefertafel übergab, lag es an ihm einer der großen Denker seiner Zeit zu werden; das wie Naxatilor, der Seher vor langer Zeit es nun an ihm lag die Gargoyles in die richtige Richtung festzulegen. Er war dabei das Ende seiner Jahre zu erreichen, aber es war dringend notwendig zu sehen, daß die Gargoyles aus den Fehlern ihrer Vergangenheit gelernt haben.

 

Die Prinzipien der Kontrolle, Leidenschaft und Sofgfalt der Gargoyles würden weiter gelehrt werden um einen Weg der Ordnung zu erlangen, aber die Gargyles würden frei sein und auch darin ermutigt werden, dem Beispiel des Avatar und den Tugenden zu folgen. Während sie sich mit beiden Wertvorstellungen auseinandersetzen, können die Gargoyles immer noch ehrlich zu ihrem wahren Erbe stehen, wobei sie ebenfalls die neue Welt und die Tugenden begrüßen, die ihnen die Tür zu ihrem Überleben öffneten.

 

Organisation

 

Gargoyles leben in etwas abgesonderten Siedlungen, welche Clans genannt werden. Die Gargoyle-Gesellschaft wird von strengen Regeln beherrscht. Die Studien der Tugenden ist in der Gargoyle-Gesellschaft von höchster Bedeutung, da die Schriften des großen Gelehrten Vasagralem darlegen, daß die Tugenden der Rasse der Gargoyles das Überleben sichern sowie ihnen helfen in Alucinor wieder Fuß zu fassen.

 

Jedoch verweisen die Aufzeichnungen Vasagralem's mit Nachdruck darauf, dass das Wissen über den traditionellen Weg der Gargoyles niemals verloren sein muss, und dass Einigkeit und Einzigartigkeit in jeder Beziehung am wichtigsten sind.

 

Aus dem Buch der Kreise:

 

Alles beginnt mit den 3 Grundsätzen: Kontrolle, Leidenschaft und Sorgfalt. Aus der Kontrolle geht die Führung hervor. Der Leidenschaft entspringt das Gefühl. Aus dem Eifer erwächst die Beharrlichkeit. Jedoch sind diese 3 Tugenden nicht wichtiger als die anderen 5: Kontrolle kombiniert mit Leidenschaft führt zur Ausgewogenheit. Leidenschaft kombiniert mit Sorgfalt bringt Leistung hervor. Fügt man dem Eifer die Kontrolle hinzu, erwächst Exaktheit daraus. Der Verlust von Kontrolle, Leidenschaft und Sorgfalt führt unweigerlich ins Chaos. Somit weist uns der Verlust dieser Prinzipien den Weg zur 7. Tugend - der Ordnung. Vereinheitlicht man die 3 Grundsätze, so erwächst Einzigartigkeit daraus. Dies ist die 8. Tugend, jedoch ist es auch die Erste, da in der Einzigartigkeit all' die Prinzipien gefunden werden können und somit auch alle Tugenden. Ein Kreis besitzt kein Ende. Er wird bis in alle Ewigkeit fortgesetzt, wobei allen Bestandteilen die selbe Wichtigkeit für den Erfolg des Ganzen zukommt. Unsere Gesellschaft beruht auf den selben Prinzipien. Sie führt ebenfalls bis in alle Ewigkeit weiter, wobei auch hier alle Mitglieder (und alle Tugenden) identische Bestandteile des vereinheitlichten Ganzen sind.

 

Zur Ehrung der Gargoylekultur Britanniens, werden jungen Gargoyles oft Namen prominenter Gargoyles gegeben, die in den schriftlichen Berichten vergangenen Geschehens niedergeschrieben wurden.

 

Gesinnung

 

Gargoyles werden als gleichmütig beschrieben, jedoch wäre zielstrebig wahrscheinlich die zutreffendere Beschreibung ihres Charakters. In Gedenken an eine legendäre Arbeitsmoral, konzentrieren sich Gargoyles ernsthaft auf die jeweilige bevorstehende Aufgabe, wobei sie selten lachen oder scherzen bis ihre Aufgabe oder Pflicht erfüllt ist.

 

Auf der anderen Seite sind Gargoyles auch dafür bekannt, einen gesunden Sinn für Humor zu haben, obwohl die Fähigkeit über sich selbst zu lachen, sich nicht auf ihre Hingabe gegenüber den Tugenden oder den Grundsätzen der Einzigartigkeit erstreckt. Ihr Glaube wird als heilig betrachtet und nicht als etwas, was durch Scherze geschändet wird.

 

Sprache

 

"Gargoyle" ist die englische Abwandlung von Gargl - der Name der Gargoyles für sich selbst in ihrer eigenen Sprache. Diese wird auch zwanglos als "Gargish" bezeichnet.

 

Gesprochenes Gargish ist grammatikalisch sehr flexibel. Unterschiede zwischen Substantiven, Adjektiven und Verben werden durch Gesten und Sprachmelodien deutlich gemacht. Diese Flexibilität wird ebenfalls offensichtlich in den Namen von Zaubersprüchen, die sich aus gargischen Redewendungen ableiten. So leitet sich zum Beispiel "Vas Sanct Lor" von dem gargischen "vas saengkt lor" ab, wobei es jedoch ebenfalls richtig wäre, "saengkt vas lor" oder sogar "lor saengkt vas" zu sagen. Gargoyles tendieren dazu ganze Wörter wegzulassen, die sie als unnötige Komplikationen ansehen, so zum Beispiel Pronomen und oft gesprochene Infinitive. Würde ein Mensch versuchen gargisch zu sprechen, so käme ein Satz zustande wie "i est ker i le vid u prae" (oder "ich bin mir sicher, dich schon einmal gesehen zu haben"). Ein Gargoyle würde einfach sagen "ker le vid prae" (oder auf idiomatischere Weise "ker prae vid le"), was soviel heisst wie " sicher schonmal gesehen zu haben". Mit Übung ist es möglich, die unausgesprochenen Pronomen in einem Satz eines Gargoyles zu schlußfolgern, jedoch ist es nicht immer einfach.

 

Anders als beim gesprochenen Gargisch, hat die geschriebene Sprache keinerlei Möglichkeiten die Betonungen und Gestiken zu markieren, die die Sprache verständlich zu machen, sodass es hier Nachsilben gibt, die Wörter als Verben, Substantive oder Adjektive ausweisen und auf die Zeitform und den Aspekt eines Verbs hinweisen.

 

Eine umfangreichere Liste mit Wortteilen und Vokabular kann gefunden werden unter http://www.uo.com/archive/gargoyle/index.html

 

Kampf

 

Gargoyles sind gern auf alles vorbereitet, was ihnen eventuell zustossen könnte, und sie trainieren jeden Tag für den Kampf. Wenn Gargoyles provoziert werden, beweisen sie sehr schnell, daß sie gefährliche Gegner sind und im selben analytischen und ausgewogenen Stil kämpfen, der auch ihr familiäres Leben kennzeichnet. Obwohl ihr Tempo nicht unbedingt schnell ist, sind Gargoyles präzise und effektiv in der Anwendung ihrer Zaubersprüche und der Handhabung ihrer Waffen.

 

 

 

 


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